Montag, 19. September 2016

Aus den Träumen des Frühlings wird im Herbst Marmelade gemacht. (Peter Bamm)

Marmelade habe ich zwar viel eingekocht dieses Jahr, ich muss aber gestehen - es geht heute eigentlich gar nicht so wirklich um Marmelade. Also vielleicht im übertragenen Sinn, weil Marmelade für mich so das Zeichen für den Herbstbeginn ist - irgendwie. Klar, im Frühsommer gibt's Erdbeermarmelade, aber jetzt - Richtung Herbst gibt's Marmelade in allen Varianten: Marille, Kürbis, Zwetschke, Holunder etc. Da mir meine letztjährigen Marmeladenkreationen aber so gut gefallen haben, war ich diesbezüglich nicht besonders kreativ. Ich verweise hier aber gern auf meine Rezeptsammlung :-)

Der Herbst - so kann man das, was da draußen inzwischen so abgeht getrost nennen, da morgens das Aufstehen wieder unglaublich durch lange Dunkelheit, Nebel und nasskaltes Wetter erschwert wird. 
Ich weiß ja nicht, wie's euch geht - dieser Umschwung fällt mir immer total schwer. Gerade noch knapp 30°C und Sonnenschein und plötzlich ist man versucht, bei 15°C Außentemperaturen die Wintersachen wieder hervorzuholen ;-) 

Ein Gutes hat das schlechte Wetter aber: ich sitze wieder vorm Computer. Im Sommer war's ja ziemlich ruhig hier auf Gustostückerl - Schuld daran war nicht zuletzt auch unser Garten, dem ich nach der Arbeit meist meine Zeit gewidmet habe. Das bedeutet aber nicht, dass ich grundsätzlich "Blogfaul" war - der Ofen war ziemlich oft in Gebrauch, die Kamera auch... nur mit dem Bearbeiten und online-Stellen war das so eine Sache. Aber: ein Regentag und ich bin mit den Fotos auf "gleich" - jetzt müssen sie nur mehr nach und nach online gestellt werden! Juhu.

Die Herbstsaison eröffnet also die Zwetschke - ein Lieblingsobst von mir!

Zum Glück konnte ich einige kg von meiner Tante bekommen, die ich quasi winterfit gemacht habe (... nicht die Tante!): Zwetschkenknödel, Zwetschkenkompott etc. Natürlich habe ich sie auch frisch verarbeitet - zu einem superschnellen Zwetschkenkuchen! 
Superschnell heißt: erprobte 30 Minuten (wenn die Butter bereits zimmerwarm ist ;-)

Gutes Gelingen,
           Irene

Freitag, 2. September 2016

... die letzten Sommertage genießen!


Obwohl er recht lange auf sich hat warten lassen, ist der Sommer doch noch ins Land gezogen und beschert uns nun auch noch tolle Spätsommertage! 

Für uns geht's heute noch für ein paar Tage nach Bella Italia ans Meer - nach dem aktiven Urlaub im Juni versuchen wir uns in ein paar entspannten Tagen bei Pizza, Pasta und Mare... 

Mal sehen, ob wir das Nichtstun überhaupt schaffen - Venedig, Triest sind nicht weit, die Akkus meiner Rosi (Kamera) aufgeladen und die Speicherkarten leer... Wenn ich wetten müsste, würde ich sagen: wir werden trotzdem "sightseen" wie die irren ;-) Mein persönliches Ziel ist, zumindest einen Tag entspannt am Strand zu verbringen - drückt uns die Daumen!

Wer nicht wegfahren kann, holt sich den Urlaub einfach kulinarisch ins Haus - funktioniert sehr gut (erprobt!) mit dem leckeren Mango-Rucola-Salat, den ich noch mit würzigen Garnelen verfeinert habe. Perfekt für einen gemütlichen Sommerabend und zum "In die Ferne"-Träumen! 

Schönen kulinarischen Urlaub! :-)
Irene

Dienstag, 23. August 2016

Sommer, Sonne, Streusel...

Ich muss mich für die spontane Sommerpause entschuldigen - ich habe zwar einiges an Fotomaterial zusammengetragen und fleißig gebacken - irgendwie hat's aber nicht wirklich etwas auf den Blog geschafft... *zerknischtbin* 

Nichtsdestotrotz gibt's jetzt aber pünktlich zur Zwetschken*-Saison einen Klassiker - und einen meiner liebsten Kuchen: Zwetschkenfleck mit Germteig. 
Ihr wisst ja inzwischen, dass ich ein großer Germteig-Fan bin und auch Zwetschken auf meiner Obst-Hitliste weit oben stehen. So ein Zwetschkenfleck ist also nicht mal vor mir sicher - und vielleicht muss er sich auch bald vor euch in Deckung begeben ;-)

Für eine gemütliche Grillerei mit Freunden bietet sich der Gaumenschmaus auf jeden Fall an!
Schöne Sommertage noch, Irene

*Zwetschken oder Zwetschgen? heute habe ich das endlich mal nachgeschlagen: also die Schreibweise mit k entspricht der österreichischen Schreibweise, während die Zwetschgen mit g eher in der Schweiz sowie in Süddeutschland vorkommt...

Donnerstag, 28. Juli 2016

Gewüüüüürze!

[Sponsored]. Vor Jahren, noch am Beginn unserer Beziehung, habe ich meinen Mann einmal überredet, mit mir den Film "Die Hüterin der Gewürze" anzusehen - ich war damals in einer Art "Bollywood-Phase" und hatte große Erwartungen an den Film. Große Erwartungen - große Enttäuschung, da der Film so richtig nicht gut war (persönliche Meinung) - und von der Handlung ist auch nicht so besonders viel hängen geblieben - mit Ausnahme des inflationär gebrauchten Wortes "Gewüüürze" (man stelle sich die spezielle Betonung auf ü einfach vor ;-)). 

Langer Rede kurzer Sinn - wenn seither einer von uns das Wort Gewürze verwendet, muss der andere einfach ein "Gewüüüüürze" d'rauflegen - ein kleiner Schmäh zwischen uns - also war der Film auch für was gut.

Wozu diese unglaublich spannende Einleitung? Heute geht es wieder um Gewürze (mit kurzem ü!)

Vor einiger Zeit erhielt ich eine sehr nette Anfrage von der Agentur zurgams aus Vorarlberg mit netten Worten zu meinem Blog (ich freu mich immer so, wenn er jemandem auffällt :-D) und die Anfrage zu einer Kooperation.
Ihr wisst - ich bin hier eher sparsam mit Sponsored-Posts, aber wenn mich das Produkt überzeugt, bin ich schon dabei - und die Gewürze von oz. haben mich überzeugt. Nicht nur, dass sie ein hübsches Design aufweisen und österreichischen Ursprungs sind (nicht die Gewürze an sich, natürlich) - die Gewürzköstlichkeiten sind auch noch fair gehandelt!

Neben tollen Salzvariationen habe ich auch ein Döschen Tahiti Vanille zum Testen zugesendet bekommen, welche ich passend zum süßen Schwerpunkt von Gustostückerl für euch zu leckeren Vanille-Thymian-Macarons verwandelt habe.

Ich war - offen gesagt - sehr gespannt, ob die Kombination Vanille & Thymian tatsächlich eine gute Idee war, die Resonanz der Tester war aber eindeutig!
Das schönste Lob kam von meiner französischen Praktikantin, die meinte: "Wie in Frankreich"! 💖

Lasst euch in die Welt der Gewürze entführen... 

Liebe Grüße,
                        Irene
Natürlich ist noch viel Vanillepulver übrig geblieben, die ich auch in anderen Rezepten (zB für die Alfajores) fleißig verwende...

Dienstag, 12. Juli 2016

Wir bloggen und um die Welt - Argentinien

Wenn einen das Fernweh packt, der Urlaub aber noch ein wenig auf sich warten lässt oder gar schon hinter einem liegt, gibt's nur eine Möglichkeit: kulinarisch Reisen!

Sarah und ihr Knusperstübchen ermöglichen uns diese kulinarische Weltreise, indem uns jeweils Dienstags und Donnerstags ein Blogger in ein anderes Land entführt. Letzte Woche ging's mit Lisa von Food for Family nach China - und am Freitag verführt uns Julia von Habe ich selbstgemacht nach Thailand.


Heute führt uns die Reise aber erstmal nach Südamerika, genauer nach Argentinien - das Land des Tango, der Empanadas und Dulce de Leche.

Als ich 2006 im Rahmen eines Praktikums 2 Monate in Buenos Aires verbringen durfte, habe ich mich schlichtweg in die Stadt verguckt.
Es gibt Städte, die findet man interessant und schön und alles, aber man würde jetzt nicht unbedingt sofort wieder hinfahren, und dann gibt es Städte, in denen man sich irgendwie zu Hause fühlt, in die man - kaum zu Hause angekommen - gleich wieder zurückkehren würde. Genauso ist es mir mit Buenos Aires ergangen - ich liebe diese Stadt!

Obwohl Buenos Aires alleine schon soviele Einwohner wie Österreich gesamt hat, und auch Graz (mein Studienort) jetzt nicht unbedingt als Großstadt bezeichnet werden kann (der Umstieg war also dementsprechend krass) - fühlte ich mich in BA eigentlich sofort wohl. Der Stadt fehlt die in anderen Metropolen übliche Hektik. Trotz Verkehr ist sie dank der vielen Jacaranda-Bäume und kleinen Parks ist die Stadt unglaublich grün - und auch die Menschen sind so freundlich und zuvorkommend.

Aber genug geschwärmt - wir wollen ja kulinarisch reisen :-)
Argentinien hat kulinarisch ja einiges zu bieten: neben - Vegetarier kurz weglesen - Steak (oh - das beste Steak, das ich in meinem Leben gegessen habe - ich träume heute, 10 Jahre später noch davon ;-)) sind vor allem Empanadas an jeder Ecke zu bekommen und so unglaublich lecker! Mittags haben wir uns meist aus der Bäckerei ums Eck' Tartas geholt - pikant gefüllte Küchlein. Sicher wird sich beides auch mal auf Gustostückerl finden lassen - heute habe ich mich aber für Süßes entschieden.

Ganz eng mit meinem Argentinien-Aufenthalt ist nämlich Dulce de Leche verbunden. Das Milchkaramell gibt's in Österreich ja eigentlich nicht, weshalb ich die 2 Monate quasi davon gelebt habe. Dulce de Leche -Eis, Dulce de Leche am Brot etc. und natürlich wird Dulce de Leche auch für leckere Kekse verwendet: Alfajores

Das typische Mürbteig-Gebäck ist mit Dulce de Leche gefüllt und mit Kokosraspeln verfeinert.
Grundsätzlich ein sehr einfaches Rezept - wenn man Dulce de Leche fertig zu kaufen bekommt. Da dies nicht möglich war, musste das Dulce de Leche erst aus Kondensmilch hergestellt werden - 4 Stunden köcheln am Herd und die unglaublich süße Michkaramellcreme ist fertig!

Ich muss offen sagen: Dulce de Leche gehört für mich nach Argentinien ;-) - für meinen österreichischen Gaumen ist es einfach zu süß. Mein Mann und unsere Freunde teilen diese Ansicht gar nicht - ratz-fatz waren die süßen Alfajores verdrückt!

Gute Reise, 
Irene