Faaaasching…

Man kann sich der sogenannten 5. Jahreszeit ja eigentlich gar nicht entziehen, auch wenn man es möchte. Nachdem sogar der Opernball als Faschingsball proklamiert wird… (ja, schuldig im Sinne der Anklage: bin brav vor dem TV gesessen und hab mir das Event zugemutet: wegen der schönen Kleider natürlich 😉 )

Jedenfalls – Fasching. Wir leben zum Glück nicht unbedingt in einer Faschingshochburg, da ich (wie man bislang unschwer erkennen konnte) nicht zu den Jecken zähle – Faschingskrapfen stehen aber trotzdem hoch im Kurs und sind – für mich – auch das einzig „Sinnvolle“ am Fasching 🙂
Der Plan zu diesem Blogeintrag entstand eigentlich schon letztes Jahr – irgendwie hab ich es dann aber (kaum zu glauben) verschwitzt, bzw. war der Fasching einfach dann doch zu schnell vorbei. Heuer war aber Zeit dafür: Faschingskrapfen Selbst-Versuch quasi. Meine Familie zählt eigentlich nicht zu den Krapfenbäckern, vielmehr wurde es immer tunlichst vermieden, die Krapfen selbst zu machen – weil: soviel Fett (ehschonwissen). Obwohl – ich meine mich jetzt doch zu erinnern, dass meine Mutter gaaanz früher (ich war wohl so in etwa 3-4 Jahre alt) doch mal selbst Krapfen gemacht hat. Egal, tut nicht viel zur Sache – meine Mission dieses Wochenende: Powidlkrapfen! 
Krapfen mit Marillenmarmelade sind ja der Klassiker – in der Konditorei, wo ich während meines Studiums immer wieder gekellnert habe, hatten sie aber ganz viele verschiedene Krapfen und meinen Lieblings wollte ich jetzt endlich mal selbst probieren – daher werden meine Krapfen mit Powidl gefüllt.
Spannendes Erlebnis: wie bekommt man den weißen Streifen auf den Krapfen? In der Theorie war ja alles klar – die Praxis seht ihr auf den Fotos. Irgendwie hat das nicht so ganz funktioniert – vielleicht nächstes Jahr, ich halte euch auf dem Laufenden 🙂
So, liebe Narren – genießt den Höhepunkt des Faschings! (… und wir anderen werden die paar Tage auch noch überstehen ;-))
Liebe Grüße,
          Irene


Zutaten:

500 g Mehl
1 Pkg. Trockenhefe
1/4 l Milch
60 g Zucker
etwas Vanillezucker
60 g Butter
3 Dotter (leicht gesalzen)
2 EL Rum
Schale einer halben Zitrone
3 EL echten Orangensaft

und so gehts:

Alle Zutaten werden wie folgt vermischt: Mehl, Trockenhefe, leicht gesalzene Dotter, Zitronenabrieb und Zucker sowie die zerlassene Butter, Milch, Rum und Orangensaft gut vermischen.

Den (recht festen) Teig an einem warmen Ort (gerne auch über dem Wasserbad) gehen lassen und den Teig dazwischen ein- bis zweimal wieder zusammenschlagen.
Wenn der Teig ausreichend gegangen ist (sich verdoppelt hat), diesen auf einer bemehlten Oberfläche kurz durchkneten und portionieren. Die Teigstücke werden mit den Händen zu Kugeln geformt und anschließend mit leichtem Druck in kreisenden Bewegungen auf der Arbeitsfläche „geschliffen“.
Die Teigkugeln werden dann auf ein bemehltes Tuch gelegt und mit den Fingern flach gedrückt.

Alternative: Man kann den Teig aber auch einfach ausrollen (ca. 2-3 cm) und rund ausstechen. Dies werde ich beim nächsten Mal probieren, da die Form möglicherweise gleichmäßiger wird.
Die Krapfenrohlinge lässt man nochmals mindestens 30 Minuten gehen, bevor man sie im heißen Fett frittiert.

Das Frittierfett sollte etwa 150°C haben – dies lässt sich mit einem Braten-Thermometer gut überprüfen. Ist das Fett zu heiß, werden die Krapfen zu dunkel.
Beim Frittieren empfiehlt es sich, die Teiglinge mit der Oberseite zuerst ins Fett zu legen und diese zugedeckt etwa 3 Minuten backen, danach dreht man die Krapfen um und backt die zweite Seite etwa 2 Minuten bei abgenommenem Deckel fertig.
Gefüllt werden meine Krapfen mit Powidl (Zwetschgenmus) und mit Kristallzucker bestäubt (dazu einfach ein wenig Wasser auf die Krapfen streichen und kopfüber in den Zucker tunken.
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