Sommerzeit ist Wanderzeit ist Schwammerlzeit

Mein Mann und ich planen seit Jahren die Berge Österreichs zu erkunden. Naja, bislang hat es ja nicht so geklappt – irgendwie kommt immer was dazwischen, bzw. ist am Wochenende auch das Ausschlafen ganz wichtig (gewesen). 
Mit der kleinen Madame hat sich der Plan des Wanderns zumindest noch ein Jahr verschoben, da sie sich zwar unglaublich gern herumtragen lässt, aber leider nicht in Gestellen oder ähnlichem. Aber das wird schon werden – für nächstes Jahr freuen sich die Opas jedenfalls schon, die kleine Hexe den Berg rauf zu tragen 😀
Besagte Opas und die dazugehörigen Omas wandern aber schon seit Jahren fleißig durch die Gegend und bringen so um diese Zeit immer ganz wundervolle Schätze aus den Wäldern mit. Ganz besonders freuen wir uns immer über Eierschwammerl! 
Jaja, ich weiß, man könnte die durchaus raffinierter zubereiten – ich bin aber ein Fan von Eierschwammerlsauce – ob mit Nudeln oder (fast noch besser) Semmelknödel, es schmeckt einfach wunderbar! 
Gutes Gelingen! 
Irene


Zutaten:

etwa 1/2 kg Eierschwammerl, geschnitten
Petersilie, geschnitten
1 mittelgroße Zwiebel, geschnitten

Butter
Mehl
Obers
Gemüsebrühe

Rapsöl
Zitronensaft, Salz, Pfeffer

… und so geht’s:


Nachdem alles wie in der Zitatenangabe vorbereitet wurde, gibt man einen Schuss Rapsöl in eine heiße Pfanne und röstet den Zwiebel an, bis er goldbraun ist. Anschließend gibt man die Eierschwammerl und die Petersilie hinzu. Da die Schwammerl viel Wasser verlieren, muss man nicht extra Flüssigkeit hinzugeben. Die Schwammerl dünstet man im eigenen Saft, bis sie nicht mehr ganz so bissfest sind. Dazu empfiehlt es sich, immer mal wieder die Konsistenz zu probieren, da hier die Geschmäcker weit auseinandergehen.

Sobald die Schwammerl den richtigen Grad an Bissfestigkeit haben, nimmt man diese aus der Pfanne und stellt sie zur Seite.
Nun gibt man ein etwa daumengroßes Stück Butter in die Pfanne, lässt es schmelzen und gibt Mehl hinzu, das man goldgelb anrösten lässt. (Achtung: die Einbrennt sollte nicht zu fest sein und auch nicht wirklich anbrennen!) Ist die Einbrenn fertig, gießt man langsam mit der Gemüsebrühe auf – wobei man die Einbrenn mit dem Schneebesen kontinuierlich aufrührt, um Klumpen zu vermeiden.
Hat man genug Sauce, gibt man noch einen kräftigen Schuss Obers hinzu, was die Sauce cremiger werden lässt. 
Zum Schluss gibt man die Eierschwammerl wieder in die Sauce und lässt sie bei mittlerer Hitze noch ziehen, bis die Sauce die richtige Konsistenz hat. (Wird die Sauce zu dick, weil man zuviel Einbrenn gemacht hat, gießt man entweder mit Obers oder Gemüsebrühe weiter auf. Ist die Sauce zu dünn, kann man sie noch vorsichtig (!) stauben, indem man mit einem feinen Küchensieb noch Mehl über der Sauce verteilt und diese sorgfältig einrührt.)
Zuletzt gebe ich immer noch einen kräftigen Spritzer Zitronensaft dazu, das passt hervorragend zum Schwammerlaroma. Wer möchte, kann noch mit Salz und Pfeffer abschmecken – dann wird serviert!
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